Schweizerischer Kynologischer Verband

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2. KLASSE DI, 300 Punkte

 

2.1 LEINENFUEHRIGKEIT, 20 Punkte

 

Der angeleinte Hund muss seinem Führer auf Befehl folgen. Die Leine muss lose hängen und der Hund muss dauernd mit der Schulter auf der linken Kniehöhe des Führers bleiben. Der Führer muss die Leine in der linken Hand halten, beide Arme frei schwingen und auf die korrekte Haltung der Leine aufpassen, sie darf den Hund während den Bewegungen nicht behindern. Bei jedem Halt und auf das Kommando "Sitz" muss der Hund sich parallel zum Führer setzen, nahe seines linken Fusses und die Schulter auf der Höhe seines Knies. Die Übung wird sowohl im Normal-, wie im Laufschritt, mit Viertelwendungen nach links oder rechts, sowie zwei mal nach links und zwei mal nach rechts mit zwei Viertelwendungen hintereinander ausgeführt. Der Führer wendet mit seinem Hund. Die Befehle für diese zwei Richtungsänderungen sind: Links, rechts, zwei mal nach links, zwei mal nach rechts. Der Führer macht auch Kehrtwendungen. Dabei dreht er nach links gegen den Hund und der Hund dreht nach rechts, bis er wieder bei Fuss seines Führers ist. Der Befehl lautet: Kehrtwendung.

BEFEHLE: Fuss, Kehrt, Sitz

FEHLER: Seitliches Ausweichen, vorprellen oder nach hinten ausweichen, kippen beim Sitzen, mit der Leine spielen, bellen, zupfen an der Leine durch den Führer.

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2.2 FOLGEN FREI BEI FUSS, 30 Punkte

 

Die Leine ist über die linke Schulter nach rechts unten umzuhängen. Der abgeleinte Hund muss dem Führer wie angeleint in den Übungen folgen.

BEFEHLE: Fuss, Kehrt, Sitz, zusätzliches Handzeichen erlaubt.

FEHLER: Seitliches Ausweichen, vorprellen oder nach hinten ausweichen, kippen beim Sitzen, bellen.

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2.3 LEGEN UND SETZEN, FRONT, LAUT GEBEN, 30 Punkte

 

Der abgeleinte Hund, am linken Fuss des Führers sitzend, hat sich auf Befehl des Richters zu legen und dann wieder zu setzen, Frontstellung gegenüber dem Führer einzunehmen, der um ihm zu helfen ein Bein spreizt. Weiter auf Befehl des Richters soll sich der Hund legen, dann wieder setzen, weiter muss er ohne Unterbrechung bellen bis er den Befehl zum Schweigen bekommt. Die Arbeit ist beendet, wenn der Hund seinen gewohnten Platz an der linken Seite des Führers wieder eingenommen hat. Der Führer darf seinen Platz nicht verlassen.

Diese Arbeit wird in 4 Teilen, vom Richter befohlen, ausgeführt:

1 - Platz / 2 - Sitz, Front;

1 - Platz / 2 - Sitz / 3 - Lautgeben / 4 - Fuss, Sitz

BEFEHLE: Platz, Sitz, Front, gib Laut, Fertig, Fuss, Sitz, zusätzliches Handzeichen erlaubt.

FEHLER: Der Hund setzt oder legt sich nicht richtig auf den Boden, nicht nach vorn ausgestreckte Pfoten, nicht parallele Haltung beim Sitzen und Legen, vorzeitiges Bellen oder gar nicht, aufstehen (oder nur teilweise) beim Lautgeben in Sitzstellung; Wiederholung der Befehle und der Zeichen.

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2.4 APPORTIEREN EINES GEGENSTANDES, 30 Punkte

 

Auf Befehl des Richters wird der Hund, der richtig am linken Fuss des Führers sitzt, abgeleint. Auf Befehl wirft der Führer einen freigewählten Gegenstand ungefähr 5m vor sich. (Holz oder Metall Höchstmass 12 x 2cm, Leder 12 x 2 x 0,3cm). Der Hund muss ruhig bleiben, bis er den Befehl "Such/Bring (Apport)" bekommt; dann muss er den Gegenstand folgsam holen und ihn zurückbringen, ohne ihn fallen zu lassen. Auf dem Rückweg muss er sich gegenüber seinen Führer setzen, der, um ihm zu helfen, ein Bein spreizt. Der Gegenstand wird nur auf Befehl abgenommen und der Hund muss in Front bleiben bis der Richter "Fuss" befohlen hat. Der Führer darf seinen Standort nicht verlassen. Diese Arbeit wird in 4 Teilen ausgeführt, welche vom Richter befohlen werden:

1 - Werfen / 2 - Such, Apport / 3 - Aus / 4 - Fuss

Diese Übung wird nur einmal durchgeführt.

BEFEHLE: Such, Apport, Front (gegenüber), Aus, Fuss, Sitz, zusätzliches Handzeichen erlaubt.

FEHLER: Der Hund bricht aus, ohne den Befehl bekommen zu haben, schnüffelt am Boden herum um den Gegenstand zu holen, lässt ihn fallen, kautschen, gibt ihn nicht heraus oder zaghaft, scharrt, spielt, bellt, schlechte Sitzstellung. Der Führer hebt den Gegenstand vom Boden auf.

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2.5 HOCHSPRUNG, 10 Punkte

 

Der Führer und sein Hund stellen sich vor dem Hochsprunggerät, das den Normen des SKV entspricht auf. Auf Befehl des Richters wird der Hund abgeleint. Wiederum auf Befehl des Richters, muss der Führer seinen Hund hin und zurück springen lassen. Anschliessend muss sich der Hund am linken Fuss des Führers setzen.

Das Hindernis ist 80cm hoch (50cm für Hunde bis zu Risthöhe von 40cm).

Ein einziger Sprung ist gestattet.

BEFEHLE: Sprung, Zurück, Sprung, Fuss, Sitz, zusätzliches Handzeichen erlaubt.

FEHLER: Vorzeitiges springen, zögert, verweigert oder berührt das Hindernis, schnüffelt am Boden, bellt, der Hund geht auf dem Rückweg hinter dem Führer durch; der Führer verlässt seinen Standort vor dem Hindernis.

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2.6 WEITSPRUNG, 10 Punkte

Nach Einnahme des Standortes vom Führer, wird der Hund auf Befehl des Richters abgeleint. Weiter auf Befehl des Richters muss der Hund ein 120cm langes und 25cm hohes Hindernis überspringen (90cm und 25cm für Hunde bis zu einer Risthöhe von 40cm). Der Führer begleitet seinen Hund in seinem Sprung, neben dem Hindernis und ruft ihn hinter dem Hindernis sofort bei Fuss. Ein einziger Sprung ist gestattet.

BEFEHLE: Sprung, Fuss, Sitz, zusätzliches Handzeichen erlaubt.

FEHLER: Vorzeitiges springen, zögert, verweigert oder berührt das Hindernis, berührt den Boden zwischen den Brettern, springt neben dem Hindernis, bellt, schnüffelt am Boden herum.

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2.7 FREIES ABLEGEN, 30 Punkte

 

Der Hund muss sich neben den linken Fuss des Führers setzen, dann, auf Befehl des Richters, wird er abgeleint. Weiter auf Kommando des Richters hat der Hund sich zu legen, in Richtung Abgang des Führers. Dieser muss sich dann ausser Sicht des Hundes, nach den Angaben des Richters entfernen. Die Dauer der Übung beträgt 10 Minuten von dem Augenblick an, wo der Führer ausser Sicht ist. Der Hund, der sich setzt, sich entfernt oder bellt, ohne gereizt zu werden, wird bestraft. Die Stellung auf der Seite, auf der Flanke wird nicht bestraft. Die Arbeit ist beendet wenn der Hund, auf Befehl des Richters, sitzt und angeleint ist. Diese Arbeit wird in Gruppen von höchstens sechs Hunden auf einem zu diesem Zweck vorgesehen Gelände ausgeführt.

BEFEHLE: Platz, Bleib, Sitz, zusätzliches Handzeichen erlaubt.

FEHLER: Weggehen, aufstehen, sich setzen, kriechen, bellen; der Führer dreht sich, gibt Befehl oder Zeichen nach seinem Abgang.

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2.8a FREIE VERLORENSUCHE (variante A), 70 Punkte

 

In Abwesenheit des Hundes, zieht der Führer eine 300 Schritt lange Fährte in U Form, die zwei Rechte Winkel enthält. Am Ende der Fährte legt er einen frei gewählten Gegenstand zwischen seine Füsse (Holz, Metall 12 x 2 cm oder Leder 12 x 2 x 0,3cm); er verlässt dann die Fährte mit ein oder zwei grossen Schritten und kommt zum Ausgangspunkt zurück, auf einem vom Richter bestimmten Weg. Nach zehn Minuten Wartezeit und auf Befehl des Richters, begeben sich der Führer und sein Hund zum Abgang der Fährte. Nach dem Befehl "Ableinen" lässt er seinen Hund die Fährte riechen und mit dem Befehl "Such / Apport" schickt er ihn auf die Fährte.

Das Ansetzen auf die Fährte bleibt dem Führer frei, nur darf er den, durch einen Pflock bezeichneten, Ausgangspunkt nicht überschreiten. Der Hund hat der Spur zu folgen, ohne abzuweichen, den Gegenstand aufzunehmen und auf dem kürzesten Weg zurückzukommen. Am Ausgangspunkt angekommen, muss er sich vor den Führer in Frontstellung setzen, der den Gegenstand auf Befehl des Richters abnimmt. Der Führer wartet auf die Rückkehr seines Hundes am Ausgangspunkt der Fährte, eine Standortsveränderung wird bestraft, er darf nur ein Bein spreizen um den Gegenstand zu nehmen. Acker, frischgeschnittenes Gras und gedüngtes Wiesengelände sind nicht erlaubt. Ein zweites Ansetzen ist nicht gestattet.

BEFEHLE: Such / Apport, die Wahl hat der Führer, erlaubt ist nur ein einziges mal, Front, Aus, Fuss / Sitz, zusätzliches Handzeichen erlaubt.

FEHLER: Nichthalten der Spur, revieren, überlaufen der Winkel, überlaufen des Gegenstandes, fallenlassen des Gegenstandes, kautschen, umherschweifen, bellen, Befehlswiederholung. Überlaufen des Gegenstandes um mehr als 5m, ab Schwanzende = Gegenstand ungültig.

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2.8b FREMDSPUR (variante B), 70 Punkte

 

Von einem markierten Standort aus und in Abwesenheit des Führers und vom Hund, zieht eine Fremdperson (Spurenläufer) eine Fährte von 400 Schritt. Diese Fährte muss zwei in genügendem Abstand von einander liegende Winkel enthalten. Ein Gegenstand aus Leder wird ungefähr in der Mitte auf eine gerade Linie gelegt, aber mindestens 20m vor oder nach einem rechten Winkel. Das Ende der Fährte wird durch einen Holzgegenstand markiert. Der Spurenläufer muss die Fährte mit einem oder zwei grossen Schritten verlassen und sich zum Abgang der Fährte begeben, ohne die Spur zu kreuzen. 10 Minuten nach dem Abgang des Spurenläufers und auf Befehl des Richters begeben sich der Führer und sein Hund an den Abgangsort. Das Ansetzen bleibt dem Führer freigestellt; ohne jedoch den Abgangspunkt zu überschreiten, der mit einem Richtungsweiser markiert ist. Er lässt seinen Hund die Fährte schnüffeln, und gibt ihm dann den Befehl "Such / Apport". Sobald der Hund die Gegenstände gefunden hat, muss der Führer halten und die lange Leine loslassen; der Hund apportiert die Gegenstände, wobei die Sitzstellung verlangt wird.

Sobald der Führer den Holzgegenstand hat, ist die Arbeit beendet. Acker, frisch geschnittenes Gras und gedüngtes Wiesengelände sind verboten. Ein zweites Mal Spurenansetzen ist nicht gestattet.

Masse der Gegenstände: Holz 12 x 2cm

Leder 12 x 2 x 0,3cm

BEFEHLE: Such / Apport, Front, Sitz, Aus, Fuss, zusätzliches Handzeichen erlaubt.

FEHLER: Der Hund folgt nicht der Fährte, reviert, überlaufen der Winkel, fallenlassen der Gegenstände, kautschen, spielen, bellen, überlaufen des Gegenstandes um mehr als 1,5m. ab Schwanzende = Gegenstand ungültig. Nicht anhalten des Führers, wenn der Hund den Gegenstand gefunden hat.

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2.9 Revieren und Verbellen, 30 Punkte

 

Der Führer meldet sich mit seinem Hund mit Leine in der Mitte des Areals, auf der Höhe des 4. Versteckes an. Der Piqueur mit dem Junghundeärmel befindet sich im 6.Versteck. Auf Befehl des Richters wird der Hund abgeleint und auf das 5. Versteck los geschickt, das er zielstrebig von links oder rechts umlaufen muss. Der Führer bewegt sich auf der Mittelinie die er nicht mehr als 2m beidseitig verlassen darf. Hat der Hund den Seitenschlag ausgeführt, ruft der Führer den Hund zurück und schickt in auf das 6. Versteck. Der Hund muss sich immer vor dem Führer befinden. Der Führer bleibt stehen sobald der Hund  das sechste Versteck erreicht hat. Es werden keine Befehle mehr erlaubt. Beim Auffinden  muss der Hund  den Piqueur verbellen, ohne in anzuspringen oder zu fassen. Sitzstellung ist nicht zwingend. Auf Befehl des Richters geht der Führer im Normalschritt zu seinem Hund nimmt ihn bei Fuss und begibt sich 5 Meter vor den Piqueur oder er stellt sich 5 Meter vor den Piqueur und ruft seinen Hund bei Fuss.

 

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BEFEHLE: Freie Wortwahl fürs Revieren, Fuss.

FEHLER: Nicht umlaufen des Versteckes, geht hinter dem Führer durch, bellt zu früh, bellt nicht, berührt oder fasst den Piqueur, unwachsam, der Führer verlässt die Mittellinie um mehr als 2 Meter seitwärts, Wiederholung der Befehle.

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2.10 Fluchtversuch, 20 Punkte

 

Auf Befehl des Richters kommt der Piqueur aus dem Versteck und marschiert in Richtung Mittellinie. Der Führer folgt ihm auf Befehl des Richters auf einer Distanz von 5 Metern. Auf Befehl des Richters unternimmt der Piqueur einen Fluchtversuch. Auf Befehl des Führers muss der Hund ohne zu zögern sich mutig auf den Piqueur stürzen und ihn fassen. Während des Angriffes bleibt der Führer stehen. Sobald der Hund gefasst hat, darf sich der Führer dem Piqueur auf 5 Meter nähern und auf Zeichen des Richters den Befehl: „Piqueur  Halt, Aus, Sitz  erteilen.Der Führer ruft seinen Hund bei Fuss, leint ihn an und begleitet den Piqueur zum Richter, um sich abzumelden „ Arbeit beendet“.

BEFEHLE: Fuss, Fass, Piqueur halt, Aus, Sitz, Fuss

FEHLER: Seitliches Ausweichen, vorprellen, zurückbleiben, greift nicht an, greift zu früh an,  loslassen und nachfassen, nicht auslassen, fasst anderswo als in den Ärmel, keine Sitzstellung, Wiederholung der Befehle.

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2.11 Appell 2.9, 2.10, 10Punkte

 

Erwähnte Fehler in den Texten.

 

2.12 Appell, 10 Punkte

 

Der Richter erteilt eine Note, indem er in den einzelnen Disziplinen die Appellfehler anrechnet, ausser 2.9, 2.10.

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2.13 QUALIFIKATION DES FÜHRERS, 20 Punkte

 

Der Richter erteilt eine Note, in der er die Fehler des Führers anrechnet, sowie seine Selbstbeherrschung und seine Art, die Befehle zu erteilen.

 

BEWERTUNG DER KLASSE DI

 

 

www.hundemesse.ch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

  

Punkte

2.1

 

Leinenführigkeit

 

20

2.2

 

Folgen frei

 

30

2.3

 

Setzen, Legen

 

10

 

 

Front, Platz, Sitz, Fuss

 

10

 

 

Lautgeben

 

10

2.4

 

Apportieren 1 mal

 

20

2.5

 

Hochsprung

 

10

2.6

 

Weitsprung

 

10

2.7

 

Frei Ablegen

 

20

2.8

 

Verlorensuche oder Fremdspur:

 

 

 

 

a) Ausführung

 

40

 

 

b) Erfolg

 

30

2.9

 

a) Revieren / Verstecke

 

10

 

 

b) Piqueur

 

20

2.10

 

Fluchtversuch

 

20

2.11

 

Appell 9, 10

 

10

2.12

 

Appell

 

10

2.13

 

Qualifikation des Führers

 

20

 

 

TOTAL:

 

300

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QUALIFIKATION

 

270

-

300

=

Vorzüglich

=

V

240

-

269 3/4

=

Sehr Gut

=

SG

210

-

239 3/4

=

Gut

=

G

180

-

209 3/4

=

genügend

=

g

unter

180

=

ungenügend

=

ug

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